Andrea Wolfensberger
8. November 2026 – 29. Januar 2027



Kann eine Skulptur Durchsichtigkeit vermitteln, auch wenn sie nicht aus durchsichtigem Material gearbeitet ist? Kann sie dabei sogar eine Vielzahl von Perspektiven und Richtungen der Durchsichtigkeit eröffnen? Die sinnliche Erfahrung des Sehens ist getragen von Lichtreflexionen auf undurchsichtigen Flächen, von Raumversperrungen, die sich in unser Auge zurückspiegeln. Wir verfügen jedoch über einen anderen Sinn, bei dem es solche Raumversperrungen nicht zu geben scheint: das Hören des Schalls, der die Welt frei durchdringt. Andrea Wolfensbergers Skulpturen sind angeregt durch die besondere Erfahrung, dass sich Laute, die wir ausstoßen, in alle Richtungen ausbreiten – je lauter, desto weiter. Andrea Wolfensberger übersetzt kurze gesprochene Laute in Schallwellenkonstellationen, die sie diagonal überlagern lässt und aus denen sie eindrücklich komplexe, dreidimensionale Gebilde errichtet. Als Material dient ihr Wellenkarton, der die freie Ausbreitung des Schalls in eine vielschichtige Durchsichtigkeit übersetzt. Ihre skulpturalen Gebilde zeugen von einer scheinbar unüberschaubar komplexen Rhythmik, die sich von uns ausgehend über die Welt legt oder sie durchdringt.
Rolf Hengesbach
Liebe Besuchende,
die Bilder auf dieser Seite sind Platzhalter und werden bald durch Aufnahmen aus unseren Ausstellungsräumen ersetzt.
